Online-Dating-Sites sind nicht der einzige Ort, an dem sich Menschen online treffen. Sie treffen sich auf allen Arten von Plattformen. Da alle Nutzer der Sozialen Netzwerke, auch Jugendliche, mehr und mehr über diese Medien kommunizieren, stoßen sie immer häufiger auf völlig Unbekannte. Die meisten dieser Fremden sind ungefährlich. Einige dieser Fremden werden zu Freunden oder auch Beziehungspartnern. In nur acht Jahren ist der Anteil der jungen Erwachsenen, die soziale Medien nutzen (im Alter von 18 bis 29 Jahren), von 9 Prozent im Februar 2005 auf 90 Prozent im September 2013 gestiegen. Ebenso hat sich die Nutzung von Dating-Apps deutlich erhöht und wie sich Jugendliche treffen und Freundschaften pflegen. Der Anstieg der Nutzung von sozialen Netzwerken hat folglich die Bedeutung in Bezug auf das Kennenlernen in diesen Foren erhöht. Durch das Abnehmen direkter und persönlicher Gespräche, „Likes“ auf Facebook und „Retweets“ auf Twitter werden heute Romanzen entwickelt. Auseinandersetzungen, die vor zwanzig Jahren noch nicht existierten, beenden dazu im Gegenzug langfristige Beziehungen: Likes auf Instagram, Favoriten auf Twitter, fehlinterpretierte Textnachrichten und inakzeptable „beste Freunde“ im Snap-Chat verursachen zweifelsohne Misstrauen in ansonsten vollkommen soliden Beziehungen.

Wenn der Freund Instagram-Bilder anderer Mädchen doppel-klickt und Freundinnen Pop-Stars im Netz anhimmeln, dann haben sich die Gesprächsthemen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihren Beziehungen deutlich verändert. Als ob die sozialen Medien in jungen Beziehungen nicht schon genug Misstrauen erzeugen würden, so nutzen 12 Prozent (von 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung), die ein Handy besitzen, ihr Smartphone dazu, um sich über die aktuellen Standorte ihrer Lover zu informieren. Ständige Kommunikation und bekannter Aufenthaltsort schaffen Probleme, die es ohne Technologie und soziale Medien nicht gegeben hätte. Im Zweifelsfall kann natürlich Tinder oder Badoo verwendet werden, um die nächste Beziehung zu finden. Das Fazit: Beziehungen sind eine Kombination von Dingen, auf die wir in unserem Leben Wert legen. Also sollte man ab und zu das Handy auch weglegen können, nicht über Tweet kommunizieren und auch einmal anrufen, statt zu texten.